Mai

14

Tag des Vaters – Kopp is back

Von Tisie

Alte Väterhunde – Ein kurzer Blick aufs Zeiteisen und schon stand Taxi Kopp vor der Tür. Martin hatte nämlich Fahrdienst. Ich war die letzte Haltestelle und der Rest der Checkoleros lag schon verstreut auf der Rückbank. Torsten grübelte, welche Farben er heute aus seinem Schminkset auflegen sollte, der blonde Rasselöwe dudelte vor sich rum und zählte die Regentropfen auf dem Seitenfenster und Mark hatte wieder mal den ganz dicken Hals, weil Ghi ihm lüstern am Ohrläppchen rumfingerte. Der Kollege guckte wie 10 Jahre Migräneforschung. Egal. Koppi gab ordentlich Pferdchen und pünktlich zum 234. Pilsgedeck trafen wir in Nothberg ein. Hier wurde alljährlich der Väter gehuldigt, und zwar auf würdigste Weise. Nothberg glich in diesem Jahr einem Eisfach – aber 3 Sterne. Und weit und breit keine Aussicht auf heiße Liebe. Egal. Unter großem Hallo enterten wir die Bühne. Viele Freunde drückten uns warm an sich. Einige gaben auch Zunge. Hier fühlen wir uns wohl. Die Show konnte starten. Wir waren heiß wie Frittenfett. Aber Hela Premium Edition. Nur für Kenner. Nothberg war trotz frostiger Temperaturen in bester Stimmung. Es war voll wie auf der A1 kurz vor einem FC Spiel. Das Leben wie es sein muss. Alle Daumen hoch. Wir Männer haben einfach den evolutionären Vorteil, dass uns unser Niveau völlig absurd ist und wir uns irgendwann einfach nur zulöten und so hatten einige Väter wirklich einige Oktan im Kanister. Die zogen sich aber auch die übelsten Sachen querbeet durch die Schläuche. Chapeau meine Herren Erzeuger. Aber am Day after yesterday werdet Ihr die ganz engen Mützen aufhaben. Keine Illusionen. Zurück zum Tatort. Bei Hey Jude, dass wir in bester Tanzkapellenmanier spontan auf Wunsch zum besten zelebrierten, kochte die Stimmung hoch wie Omas ungarischer Bohneneintopf. Nothberg hat wieder mal das gehalten, was uns seit Jahren versprochen wird. Es ist immer hochprozentig und feddisch. Yes. Ach ja, einige sprechen mich in letzter Zeit vermehrt auf meine Brille an. Ich sähe aus wie Puck die Stubenfliege. Liebe Freunde, leider haben mir die Alkohol- und Spielsucht 85 Prozent meines Augenlichtes genommen. Auf der Bühne muss ich diese Brille tragen, auch in der Größe. Für meinen Blindenhund ist es nämlich zu laut da oben. Helft mir bitte damit umzugehen. Es ist sicherlich schwer genug. In stiller Dankbarkeit…… Ein weiterer Dank geht an dieser Stelle an meine Hundenanny Domenica, die sich rührend um meinen Zoltan von der Vogelweide kümmert, wenn ich mucken gehe.

Erfreuliche Randnotiz: Die Edelfans Marcel und Bernd haben sich nach langer Abstinenz auch endlich nochmal blicken lassen. Sie drängten sich mir auf und faselten irgendwas von bahnbrechender und noch nie dagewesener Wiedergutmachung. Mein müdes Lächeln haben sie euphorisch ignoriert. Nicht ignoriert haben wir, dass Ihr in der hintersten Ecke des Platzes rumgelungert habt. Das war schon ganz nah am Notausgang Oberrang G3. Am besten lest Ihr Euch nochmal die Verhaltensregeln im JBH Grundgesetz §1 Absatz 4.2 für Edelfans durch. Dann wisst Ihr auch, wo Ihr Eure müden Knochen beim nächsten Konzert abzulegen habt. VERSTANDEN!!!!!????!!!! Unfassbar.

Das Foto des Tages (hier links) geht an die Vorsitzende der Edelfans, Kathrin. Ohne Worte. DEIN FREUND hätte Dich nicht besser treffen können. Das muss wahre Liebe sein. “Viel Glück und viel Segen, auf alle Euren Wegen”…..lalala. “Kleines Senfkorn Hoffnung”….lalala. Wer die Lupe übrigens ganz scharf stellt, entdeckt hinten Links im Bild den Ohr-Terminator. Kann ein Mann entschlossener gucken? Upsala, ich schweife ab.

So – ein ereignisreicher Tag ging irgendwann zu Ende und wie die Überschrift dieses Eintrages schon verrät: Kopp is back. Und wie. Nachdem wir einen kleinen, sagen wir mal pre-appettitlichen, Snack beim Türken unseres Vertrauens durch die Schläuche gleiten ließen, war es endlich wieder Möwe Kopp, der uns – verkleidet als quengelnder 3 Jähriger im Eisgeschäft - in sein neues Cafe zur Goldenen Möwe einladen wollte. Herrlich. Es fühlt sich einfach nur schön an, wenn man wieder zu Hause ist. Wir mussten es zwar verschieben auf Samstag, aber nur, um die Spannung noch etwas hoch zu halten. Ehrenwort. Wir sind doch Kameraden.

So, heute sind wir auf der Hochzeit von Annika. Jetzt denkt Ihr sicher “Who the…..” na na na. Sowas sagen wir hier nicht. Ist das nicht kleine Süße aus Verbotene Liebe? Nein, Ihr Amateure. Sie ist aus dem Marienhof…. oder Marienhospital…. Es war irgendwas mit Marien. Oder ob Ihre Mutter vielleicht Maria heißt? Egal. Was unser Tonkutscher Willi sicher zu wissen glaubt, ist, dass er ihr Vater ist. Also von Annika. Naja, und Annika traut sich. Und Willi traute sich uns einzuladen. Und Ghi traut sich sicher wieder den Bräutigam zu verführen. Und mit ein wenig Glück traut Ihr dann morgen Euren Augen nicht, was wir uns trauen alles von dieser Trauung hier zu berichten, natürlich immer beinhart und ganz dicht dran an den Fakten. Mein Trainer in der A-Jugend, Gerd Gerken, hat immer gesagt: “Männer, Ihr müss da hinjehen wo et weh tut!”

Traute Grüße,

Jukebox Heroes feat. Willi Manilli

P.S. Ghi, wo bleibt die Kolumne??????????

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