Karneval – Das Trauma von Paulo und Émilio
Alle Höllenhunde. Wir sind mitten in der Fastenzeit und jetzt erst kommt der schleimige Auswurf zur größten Traditionsveranstaltung im Rheinland – Karneval. Die Redaktion hat so elendig hart gefeiert, dass alle Schläuche verstopft waren und heute erst eine würdige Nachlese zu diesem ereignisreichen Kulturevent möglich ist.
Karneval – ein Pflichttermin für die Checkoleros der JBH-Bande. Wir erinnern uns noch gut ans letzte Jahr, als Marc 3 Tage lang auf nüchternem Magen Asbach-Cola mit Aspirin gesoffen hat, während Ghi ihm erzählte, er sei ein Nachfahre von Roy Black. Dieses Jahr war alles anders – Marc ließ Aspirin weg, Ghi ließ Black weg und fügte Siegfried hinzu. Verstanden? Ja, dann seid Ihr auch Checkoleros. Weiter. Was gab es Neues in diesem Jahr? Martin hatte Fahrdienst. Soll heißen, dass er jeden kleinen Helden persönlich abgeholt und wieder nach Hause gefahren hat. Alle Daumen hoch. Er erwies sich als schneller und geschickter Fahrer. Auch auf Schnee. Abend für Abend trat er das Pedal gen Süden, gab ordentlich Pferdchen und keiner von der grünen Trachtengruppe hat uns erwischt. Meine Hochachtung.
…hat uns in diesem Jahr äußerst enthusiastisch empfangen. Gebannt warteten wir beim Soundcheck auf die Brüllmücke Rigo, doch stach dieser in diesem Jahr scheinbar woanders zu. Überhaupt war es ein Fest ohne Sex and Drugs, dafür aber mit viel Menschlichkeit und Rock´n´Roll. Viele Liebenden gab es nicht. Ghi hatte sich ja gerade erst geoutet und so war die Stimmung am Wochenende zwischen ihm und Martin eh etwas unterkühlt. Martin war voll das Eisfach, aber 3 Sterne. Egal. Es tat unserer Spielfreunde keinen Abbruch und so versammelten sich im Anschluss an unsere Auftritte wieder zahlreiche Groupies am Bühnenrand, die Torsten gekonnt mit der Zunge abklatschte. Wir anderen machten schnell den langen Schuh, weil wir nicht Torstens Resteverwertung sind. Wo kommen wir denn da hin? Marc war nach Gressenich so dermaßen im AC- Rausch, dass er später bei Mäckes öfter auf der Doppel-Null war, als alle kleinen indischen Putzfrauen in ihrem ganzen Leben. Eklig. Also Marc. Wir ließen den Morgen ruhig ausklingen.
Destination Rote Funken Zelt:
Jedes Jahr, aber auch jedes Jahr wird diese Veranstaltung heißer. Hier fühlen sich die unterkühlten Heroes besonders geschmeidig und gehen steil wie sonst nirgendwo. Nicht zuletzt wegen der
vielen Freunde, die wir hier haben. Schon beim Check in begrüßt uns allen voran Zeltwirt Achim. Keiner ist besser, keiner ist heißer. In diesem Jahr hielt er die Zeit für gekommen und stellte uns seiner liebreizenden Frau Sabine vor. Das hast Du gut gemacht. T minus 30 Minuten. Ein Blick aufs Zeiteisen signalisierte uns, dass die Show gleich an den Start gehen würde. Unsere Freunde von Stabelsjeck machten den Opener. Jungs, Ihr habt das richtig gut gemacht und wir hoffen, dass wir Euch im nächsten Jahr an gleicher Stelle wiedersehen werden. Ein ganz besonderes Wiedersehen, und es war vielleicht das Highlight des Abends, hatten wir mit unserem Fan und Freund Till. Till ist selber Musiker und weiß, was das schweißtreibende Rock ´n´Roll Geschäft bedeutet. Er ließ sich auch nicht lange bitten, als Andrea ihn auf die Bühne katapultierte und so zog er alle Eschweiler Jecken mit Hits von Bap und Westernhagen in seinen Bann. Die Stimmung brodelte und Tills Fans wollten ihn nicht mehr gehen lassen. Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Job mit Till.
KJ-Ball in Aachen-Brand:
Ghi hatte von Samstag auf Sonntag bei Marc übernachtet, was der Asbach-Killer gar nicht ulkig fand. Ghi ist nach dem Job bei den Roten (Haben die die Tage?) mit nem Funkemariechen (jo jo dat) abgezogen und kam morgens um 7 nach Hause. Ohne Hose. Dann hat er auch noch das ganze Haus zusammengebrüllt und wilde sexuell anmutende Akrobatikeinlagen auf dem Wohnzimmertisch aufgeführt. Marc´s WG-Partnerin Sieglinde und deren Amazonas-Papageien Paulo und Emilio sind seitdem in psychologischer Betreuung. Wem´s gefällt. Martin holte uns laut Fahrplan ab und gab ordentlich
Stundenkilos Richtung Brand. Ghi erzählte uns unterdessen die Story mit dem Mariechen und Marc´s WG-Partnerin aus der, sagen wir mal, Vogelperspektive:-) You know what I mean? Marc schob auf Martins Rückbank den ganz dicken Hals. Wir bückten uns ab und gaben Ghi die hohe Fünf. Trotz aller sexueller Ungereimtheiten ist Ghi immer noch ein verfluchtes Teufelsweib. In Brand enterten wir mit großem “Hallo” die Bühne. Mission Soundcheck. Diese Band zerstört sich in 5 Sekunden. Kawuuuuummmmmmm!!!! 36 McChicken und 86 Tassen Kaffee später waren wir schon wieder mittendrin – im wilden und ungezügelten Brander Karneval. rrrrrrrrrrrrr. Alle Höllenhunde. Diese kleinen beweglichen Teufelchen, Krankenschwestern, GoGo-Käfer und Polizistinnen verlangten unsere ganze Aufmerksamkeit. Aber kein Problem für die hitzebeständigen JBH-Checker. Ghi gab in der ersten Reihe ordentlich Zunge und Marc tanzte in den Setpausen Klammerblues. Volles Programm. Linke Hand lässig auf der Schulter und die rechte Hand auf Expedition in die Poebene. Das weckt den Forschergeist in dir. So muss Karneval sein. Wie in den guten alten Zeiten. Diese oberflächlichen Parties, wo Denise, Kewin, Zven und Mandy zu Michael Wendler tanzen, sorry, “das Haus rocken” (würrrrrg), stehen uns nicht. Wir bleiben auch im nächsten Jahr lieber beim tiefgehenden, freundschaftlichen, feinsinnigen und bewegenden Karneval unter Freunden. Natürlich mit einer Prise Rock´n´Roll.
Jetzt reinigen wir die Schläuche aber erstmal ordentlich von Bakterien, Asbach, Cola und Ungeziefer und geben ab Tanz in den Mai wieder gewohnt das Brett.
Randnotiz: An keinem der Karnevalstage wurden wir von unseren Edelfan-Companeros Bernd und Marcel begrüßt. Kathrin hat das bereits notiert. Das wird eine Verwarnung, Ordnungsgeld und die freiwillige Überlassung vieler Ü-Eier nach sich ziehen. Ihr werdet vom Edelfan-Vorstand zur Anhörung vorgeladen.
Alle anderen halten sich solange.
Eure Checkoleros von der JBH-Bande feat. Till the man
P.S. Vielen Dank auch an die Crew, die uns Karneval den Popo hofiert hat. Sehr geil Jungs. Aber das geht noch tiefer;-)




